Pfingsten findet jedes Jahr statt, aber warum wird dieses Fest überhaupt gefeiert?

Der Begriff „Pfingsten“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „ fünfzigster Tag“. Es ist ein christliches Fest und wird von Gläubigen als Tag der Entsendung des Heiligen Geistes, und zwar am 50. Tag des Osterfestkreises, also 49 Tage nach Ostersonntag, begangen. So wird in der Apostelgeschichte des Neuen Testamentes berichtet, dass der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger Jesu herabkam, als sie sich zum jüdischen Fest Schawuot zusammengefunden haben. Dieses Datum gilt in der christlichen Tradition ebenso als Zeitpunkt der Kirchengründung und wird als christliches Fest erstmals im Jahr 130 nach Christi Geburt erwähnt. Das Pfingstfest ist nach Ostern und Weihnachten das dritte große Fest des Kirchenjahres.

Woher stammen Pfingstbräuche und die Redewendung „Feuer und Flamme“?

Laut biblischen Berichten schenkt Gott seit diesem Fest seinen Geist nicht mehr einzelnen Auserwählten, sondern jedem Menschen, der an Ihn glaubt. Der Heilige Geist ist ein Sinnbild für die schöpferische Kraft Gottes. Im Gedenken an der in der Bibel geschilderten Ausgießung des Heiligen Geistes in Form von Feuerzungen, entstand wohl auch die Redewendung „für etwas Feuer und Flamme“ sein. Denn im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte steht geschrieben: Bei dem Treffen der Jünger „sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder. Alle wurden von Geist Gottes erfüllt und begannen in anderen Sprachen zu reden, jeder und jede, wie es ihnen der Geist Gottes eingab.“ (Zitiert nach: Gute Nachricht Bibel, Stuttgart, Deutsche Bibelgesellschaft 1997)

Dass die Jünger nun in den verschiedensten Sprachen reden konnten, bedeutet, dass Jesu seine Jünger so zum Predigen in diversen Sprachen befähigte, so dass auch Menschen mit unterschiedlicher Herkunft sie verstehen konnten. Daher spricht man in diesem Zusammenhang auch vom „Pfingstwunder“. Wenn in einigen Kirchen, meist im süddeutschen Raum, zu Pfingsten rote Blütenblätter auf die Gemeinde niederschweben, soll diese Symbolik an die Feuerzungen des ersten Pfingstfestes erinnern.

Feuerzungen und Taube

Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit. In der Zeit des Mittelalters inszenierte man die Ausgießung des Heiligen Geistes in den Kirchen ganz real. An Stricken wurde eine hölzerne Taube durch eine Luke, „Heilig-Geist-Loch“ genannt, vom Dachboden in das Kircheninnere herabgelassen und schwebte so über den Köpfen der Besucher des Gottesdienstes. Dieser Vogel ist wohl deshalb ein Symbol der Heiligen Geistes, weil sie immer wieder zu ihrem Ausgangspunkt zurückfindet. Ähnlich wie die Taube führt der Geist den Menschen immer wieder zu seinem Ursprung, dem Schöpfer zurück. Als Jesus von Johannes getauft wurde, so berichtet der Apostel Matthäus (3,16), kommt der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf Ihn herab. An Pfingsten direkt jedoch, ist nach dem Bericht der Apostel keine Taube erschienen. Stattdessen berichten sie von Feuerzungen.

♥ Euer Jenlous`Team ♥

Fortsetzung folgt…