Kleines Merlot-Brevier

Die Bereicherung unserer lukullischen Bonbon-Spezialitäten haben wir unter anderem mit den herrlichen Merlot-Wein-Bonbons fortgesetzt. Daher lesen Sie im Folgenden eine kleine Geschichte dieser Rebsorte.

Merlot ist eine der beliebtesten und daher auch bekanntesten Rebsorten weltweit. Der Name dieser Rebe wird von einer Vogelart abgeleitet, die diese Beeren besonders köstlich findet, nämlich der Amsel. Ihre französische Bezeichnung ist „merle“. Der Merlot wurde anfangs in Frankreichs Bordeaux-Region angepflanzt, die bis auf den heutigen Tag, neben dem Südwesten Frankreichs, das größte Anbaugebiet darstellt. Die Regionen Pomerol und Saint-Emilion, in denen diese Sorte entstand, gelten dann auch als die Gebiete mit dem qualitativ besten Ertrag. Diese Rebe erfuhr erstmals im Jahr 1784 eine Dokumentation. Sie wurde jedoch erst 1857 in dem Standardwerk zur Weinkunde„ Ampélographie française“ von Victor Rendu (1809 bis 1877) erwähnt. Merlot Rotweine sind die erfolgreichsten überhaupt und die geschätzte Rebfläche beträgt weltweit 200.000 Hektar.

Die Merlot-Rebsorte, ihre Herkunft, ihre Eigenschaften, ihr Geschmack

Die Herkunft dieser Gattung blieb lange im Dunkeln. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Sorte aus einer Kreuzung des Cabernet Franc mit einer unbekannten Gattung entstand. Neueste aus dem Jahr 2009 stammende Resultate legen die Vermutung nahe, dass diese unbekannte Gattung die schon ausgestorbene Rebe „Magdeleine Noire des Charantes“ gewesen sein könnte. Diese Rebsorte wurde auch in Chile lange mit der Gattung „Carmenere“ einer eng verwandten Sorte verwechselt, obwohl diese unterschiedliche Reife- und Erntezeiten haben.

Merlot kann auch in kälteren Gebieten relativ schnell reifen. Das bedeutet, dass diese Trauben entscheidend früher geerntet und verarbeitet werden können als dies beispielsweise bei Cabernet Sauvignon möglich ist. Durch die sich früh entwickelnden Blüten reagiert Merlot allerdings sehr empfindlich auf Spätfrost im Frühling. Diese Sorte benötigt gute Böden und gedeiht am besten auf reichhaltigen Kalkböden wie Pomerol.

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Merlot, eigentlich eine rote Rebsorte, hat übrigens auch eine hellere „Schwester“, nämlich den weißen „Merlot Blanc“, eine Kreuzung zwischen dem roten Merlot und der Sorte „Folle Blanche“. Diese Gattung wird ebenfalls in der Region Bordeaux angebaut.

Der französische Merlot

Im Herkunftsland Frankreich ist diese Rebsorte aktuell die am weitesten verbreitete Rotweintraube. Als einzige Ausnahme ist Cabernet Sauvignon zu nennen. Nach dem rapiden Anstieg ihrer Beliebtheit in den 1990er Jahren, gibt es heute ungefähr 115.000 Hektar Merlot-Anbaufläche alleine in Frankreich.

Merlot auf „internationalem Parkett“

Merlot Weine erfreuen sich jedoch nicht nur in Frankreich großer Beliebtheit, denn diese Rebe wird in vielen Weinregionen dieser Welt angebaut. Äußerst populär ist er zum Beispiel in Norditalien, einer Region, in der er lange Zeit unter der Bezeichnung „Bordò“ bekannt war. Auch in den wärmeren Regionen der Südschweiz ist diese Sorte bekannte, so zum Beispiel im Tessin. Dort wurde diese Rotwein-Rebe schon im Jahr 1905 dokumentiert.

In den späten 1980er Jahren wurden Merlot-Reben auch erstmals in den USA eingeführt und entwickelte sich zu einem wahren Verkaufsschlager. Das führte auch international zu einer großen Beliebtheit. Und so wird diese Rebe auch aktuell weiterhin in den Vereinigten Staaten von Amerika kultiviert. Hier gelten Kalifornien und Washington als beste Anbaugebiete. Daher nimmt diese Rebsorte die vierte Stelle unter den am meisten angebauten Rebsorten ein.

Aber auch in Chile, ein Land, das für seine qualitativ hochwertigen Weine bekannt ist, wird diese Rebe in den Regionen „Apalta“ und im „Colchagua Valley“ kultiviert. Wie in anderen Ländern auch, wird die Merlot-Rebe selten als reine Sorte verarbeitet, sondern dient meist als basisgebender „Cuvée-Teilhaber“. Nicht selten findet man Merlot in Verbindungen mit Cabernet Sauvignon, dem Cabernet Franc und dem Tempranillo. In Italien wird er häufig mit dem beliebten Rotwein „Sangiovese“ vermischt.

Ebenso wird er in Österreich, Bulgarien und Kroatien kultiviert. In Deutschland wird Merlot bevorzugt im pfälzischen Weingebiet längs des Rheines angebaut. Allerdings beschränkt sich hierzulande die Fläche auf gerade einmal 400 Hektar, im Vergleich zu Frankreich natürlich ziemlich unbedeutend.

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Wie ist der Geschmack von Merlot Wein, und zu welchen Gerichten können Sie ihn am besten trinken?

Wie er konkret schmeckt, lässt sich nur schwierig bestimmen, da diese Rebe eher für die Textur, die sie dem Wein verleiht als für statischen Geschmack steht. Generell jedoch ist der Merlot ein sanfter, eleganter und leicht zu genießender Wein, da er nur einen geringen Tannin-Gehalt aufweist, die sich in der Schale der Trauben befindet. Denn die Reben haben eine relativ dünne Schale, daher der geringe Tannin-Anteil. Dieser Umstand jedoch sorgt für ein fruchtiges und besonders sanftes Bouquet. Das ist auch der Grund, warum Merlot häufig als Basis für Mischweine beigegeben wird, um als ausgleichender Part für tanninhaltige Weine, wie beispielsweise dem Cabernet Sauvignon, zu dienen. Ebenso sorgt Merlot für die fruchtige Note etwa in Kombination mit säuerlichen und unreiferen Trauben, wobei eine leichte Pflaumennote häufig spürbar ist. Der Alkoholgehalt ist wegen des ziemlich niedrigen Säureanteils als mittelmäßig bis höherwertig einzustufen. Die aus der Merlot-Rebsorte gewonnen köstlichen Tropfen werden bei Kennern besonders dann geschätzt, wenn die Trauben einen besonders hohen Reifegrad aufweisen und so dem Wein die besonders fruchtigen Eigenschaften verleihen. Gut ausgereifte Trauben geben Merlot-Weinen eine hohe Lagerfähigkeit, wohingegen Weine aus früh geernteten Trauben sich nicht besonders gut für einen Alterungsprozess eignen. Merlot ist besonders gut für die Lagerung in Barrique-, also Eichenfässern geeignet.

Und zu welchen Gerichten sollten Sie nun ein köstliches Glas Merlot-Wein genießen? Zu Lamm und Rind oder zu würzigem Schweinefleisch, aber ebenso auch zu einem deftigen Pasta-Gericht ist Merlot ein herrlich fruchtiger Wein, der den Geschmack des Essens kombiniert und vollendet abrundet!

Egal jedoch, ob Sie Weinliebhaber sind oder nicht: Unsere kreativen, neuen Bonbonspezialitäten in Form der vitalisierenden Merlot-Wein-Bonbons sollten Sie auf jeden Fall in Ihr Genuss-Barometer aufnehmen!