(inklusive eines kleinen Breviers mit den unterschiedlichsten sprachlichen Varianten für diese leckere Bonbon-Köstlichkeit )

Beinahe jeder schleckt sie, lässt sie sich auf der Zunge zergehen oder beißt auch einmal kräftig zu. Doch kaum jemand weiß, woher die süßen Delikatessen eigentlich kommen und an welchem Ort die Geschichte der Bonbons ihren Anfang nahm. Heften Sie sich mit uns einfach an ihre Spuren, getreu dem bekannten Slogan: “Wer hat´s erfunden?“ Doch eines ist an diese Stelle schon sicher: Die Schweizer Eidgenossen haben mit der generellen Erfindung des Bonbons nichts zu tun!

Der Ursprung der Bonbons oder: Wie alles begann

Die Geschichte des süßen Naschwerks nahm ihren Anfang bereits vor mehr als tausend Jahren, als um das Jahr 700 die Perser damit begannen, aus Zucker und Fruchtsaft eine bis dahin nicht gekannte Mischung herzustellen: Die erste Bonbonmasse der Welt war geboren! Die lukullische Leckerei eroberte von da an die Fürstenhäuser Arabiens und im Laufe der Zeit den gesamten Erdball. Möglich geworden war die Erfindung dieser Süßigkeit erst durch die Entdeckung, auf welche Weise aus dem Saft des Zuckerrohrs Zucker gewonnen werden kann. Diese Erfindung ist allerdings noch früheren Ursprungs, denn schon 100 Jahre zuvor erhitzten Perser Zuckerrohrsaft, der in einen hohen Holz-oder Tonkegel gefüllt wurde, in dessen Spitze sich durch die Kristallisierung des Zucker ein „Zuckerhut“ bildete. Zucker wurde nun zu einem echten Luxusgut und galt zur damaligen Zeit als ein Zeichen von Reichtum, da sich nur besonders betuchte Bürger die teure Handelsware leisten konnten.

Apotheken waren die Vorreiter des Bonbonverkaufs

Das schmackhafte Naschwerk gelangte durch Handelsreisende aus Persien und Indien schließlich auch nach Europa. Hier entdeckten findige Apotheker die Möglichkeit, Zucker in ihre Kräutermixturen zu mischen. Sie vermengten das teure Gut aus Persien mit den häufig bitter schmeckenden Heilkräutern und damit wurde das Hustenbonbon aus der Taufe gehoben. Dieses war zwar nicht gerade preiswert, aber dennoch äußerst beliebt bei den Menschen, die sich den Kauf leisten konnten. Es sollte allerdings noch eine lange Zeit dauern, ehe die Schleckerei der gesamten Bevölkerung zugänglich wurde.

„Bonbon“- woher stammt der Begriff?

Bald kam das süße Produkt nicht nur in Apotheken zum Einsatz. Im Laufe der Zeit wurden immer vielfältigere, kreativere Zuckernäschereien hergestellt und als Luxuswaren in ganz Europa verkauft. Neben vielen Adligen gehörte auch der französische König Henri IV. zu der Klientel der Bonbonliebhaber, der, so will es jedenfalls die Legende, Schöpfer des Begriffes „Bonbon“ war. So wird berichtet, dass der König zu seiner Hochzeit, die im Jahre 1572 stattfand, ein mannigfaltiges Potpourri an bunten Zuckerwaren für die Gäste bereit hielt. Auch Kinder wohnten der Feier bei. Ihre Begeisterung für dieses süße Naschwerk soll in ihren Ausrufen „Bon“! „Bon“! gegipfelt haben, was übersetzt „gut“! „gut“! bedeutet. Fortan, so erzählt man sich, wurden diese süßen Köstlichkeiten als „Bonbon“ bezeichnet.

Die Industrialisierung befreite den Zucker von seinem Ansehen als Luxus-Ware

Erst um 1500 begann man mit dem weltweiten Zuckerrohr-Anbau. Auf riesigen Plantagen wurden Zuckerrüben angebaut und die Industrialisierung der Produktion führte schließlich dazu, Zucker zu einem erschwinglichen Gut für alle Gesellschaftschichten zu machen. Bald konnte sich nun jeder dieses „Weiße Gold“ leisten, und die Verwendung des Zuckers wurde auch im Alltag gebräuchlich.

Und wie war es in Deutschland? Hier wurde die industrielle Produktion von Bonbons erstmals von Franz Stollwerck ins Leben gerufen. Im Jahre 1839 gründete er eine Bäckerei in Köln, die er bald darauf in Form einer Bonbonfabrik erweiterte. Schon früh erkannte er nämlich, dass die damals als „Brustbonbons“ bekannten Kräuter-Schleckereien, die sich zur Linderung bei Lungen- und Rachenerkrankungen vorzüglich eigneten, ein großes Verkaufspotential darstellten. Schon 1841 kamen die ersten „Stollwerck´schen Brustbonbons“ in den Handel, die zu einem echten Verkaufsschlager wurden. Es ist an dieser Stelle kaum verwunderlich, dass durch den großen Erfolg der kleinen „Heiler“ im Handumdrehen Neider auf den Plan gerufen wurden. Denn die Apotheker wollten sich die alleinigen Rechte an dem Verkauf dieser schmerzlindernden Produkte sichern lassen. So entbrannte ein jahrelang dauernder Rechtsstreit. Erst im Jahre 1846 erteilte das preußische Ministerium mittels eines Erlasses die Erlaubnis, die besagte, dass nicht nur Apotheker sondern auch die Konditoren Bonbons und ähnliches Naschwerk herstellen und verkaufen durften.

Stollwerck- Der Kölner „Karamellen-Napoleon“

Der findige Unternehmer konnte mit seiner effizienten Bonbonproduktion einen solchen Erfolg verzeichnen, dass er seinen Vertrieb bis weit über die Grenzen Kölns und des Zollvereins hinaus ausdehnte. Schon Ende 1846 besaß er in ganz Deutschland über 44 Filialen und vermochte 1000 Verkaufsleiter in diesen Niederlassungen zu beschäftigen. Die Bürger von Köln, für ihren Humor bekannt, nannten den erfolgreichen Bonbonverkäufer ab sofort nur noch den „Kamellen-Napoleon“. Sein beliebtes Naschwerk wurde in Konditoreien, Apotheken, Restaurants, Theater- und Bahnhofsgaststätten sowie Delikatessgeschäften verkauft.

Das einzige Bonbon-Museum in Deutschland

Wenn Sie nun neugierig geworden sind und mehr über die Historie sowie die überlieferte Produktion von Bonbons erfahren möchten, finden Sie interessante Informationen hierüber im einzigartigen Bonbon-Museum, das im Baden-Württembergischen Vaihingen liegt. Das Museum ist im Ortsteil Kleinglattbach, im „Gummibärenland“ angesiedelt, das Sie zu einem kostenlosen Besuch einlädt. Vor allem für die kleinen Schleckermäulchen ist der Rundgang durch die Geschichte der Bonbons sicherlich ein unvergessliches Erlebnis. Auf circa 300 Quadratmetern können die Gäste des Museums alte Herstellungsmaschinen, Bonbondosen und ehemalige Werbeprodukte bestaunen. Selbst Führungen durch die Welt dieser Leckereien können Sie gegen eine geringe Gebühr buchen.

Ein kleines Sprachenbrevier

Für den Begriff „Bonbon“ gibt es viele Wortvarianten, je nach der Gegend, in der diese süßen Leckerbissen mit Genuss verzehrt werden. Denn genauso vielfältig, wie unsere einzigartigen Jenlous´Bonbonspezialitäten, sind auch die Bezeichnungen:

So spricht man in Süddeutschland von „Guadl“, „Guzzi“, „Zeidl“ oder „Leckerli“, in Mitteldeutschland von „Bongsl“, in Nordrhein- Westfalen dagegen werden sie „Brocken“, „Klömpkes“, „Kamelle“ oder „Bröskes“ genannt. In Hessen verlangt der Liebhaber „Knollen“, „Bomsche“, Bombo oder „Guudsje“, wohingegen in Norddeutschland von „Bongs“, „Bonschen“ oder „Bonschi“ gesprochen wird. Bei unseren österreichischen Nachbarn ist das „Zuckerl“ gebräuchlich und die Schweizer lieben ihre „Dröbsli“, „Zückerli“ oder „Täfeli“.

Natürlich erhebt diese Aufzählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

Zu guter Letzt

Eine einzigartige Geschmacksvielfalt an „Bonschen“, „Guadl“ und „Kamellen“ bieten wir Ihnen auf unseren, mit viel Liebe gestalteten, Seiten, denn wir laden Sie herzlich zu einem gemütlichen Bummel in unserem Shop ein. Bestellen Sie einfach, bequem von zu Hause aus, die Bonbonsorte Ihres Geschmacks.

Für all Ihre Fragen, Anregungen und Wünsche, haben wir, von Jenlous´ Bonbonspezialitäten, immer ein offenes Ohr. Denn wir freuen uns stets, Ihnen weiter helfen zu können!

♥ Euer Jenlous`Team